RATIONAL
Metalle in sehr geringen Dosen sind für unsere Stoffwechselfunktionen von grundlegender Bedeutung. Leider sind wir in unserer Gesellschaft ständig großen Mengen an Metallen (Lebensmittel, Farbstoffe, Luft und medizinische Geräte) ausgesetzt, was dazu führt, dass Menschen anfällig für zahlreiche Schäden sind.
Schätzungen zufolge sind 15–20 % der Weltbevölkerung allergisch gegen Nickel. Orthopäden und Zahnärzte sehen sich immer häufiger mit der Entfernung von Implantatprothesen konfrontiert, da lokale Gewebeveränderungen und systemische Pathologien auftreten, die sich häufig negativ auf die Gesundheit auswirken, wie z. B. chronisches Müdigkeitssyndrom, Hautallergien, Autoimmunerkrankungen und Fibromyalgie.
Ziel des Masterstudiengangs ist es, die Ärzteschaft für die rechtzeitige Erkennung einer Überempfindlichkeit gegen Metalle zu sensibilisieren und Patienten auf geeignete Therapien hinzuweisen.
Ziel der Organisatoren ist es, die Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Unternehmen der Branche anzuregen, um zum Wohle der Patienten und für mehr Sicherheit für Fachkräfte Alternativen zu den in der Orthopädie und Zahnmedizin verwendeten Metallen zu entwickeln.
Zahnärzte spielen im Kampf gegen Metallallergien eine wichtige Rolle, da sie viele potenziell gesundheitsgefährdende Legierungen verwenden. Quecksilberamalgame, Metallprothesen und Titanimplantate setzen Ionen frei, die zunächst in das umliegende Gewebe diffundieren und dort Metallose- und Periimplantitis-Phänomene auslösen.
Anschließend wandern diese Giftstoffe über die Lymphbahnen, beeinträchtigen die edlen Organe und stören wichtige Stoffwechselfunktionen. Metalle binden sich selektiv an die Zellen des Immunsystems und des Nervensystems und führen zum Auftreten von Typ-IV-Allergien (zellvermittelt) und unspezifischen, aber beeinträchtigenden neurologischen Störungen, die oft schwer zu diagnostizieren sind.
Der Master stellt klinische und instrumentelle Werkzeuge für die sichere Diagnose von Metallallergien zur Verfügung. Zahnärzte werden in der geschützten Entfernung von Titanimplantaten, der Chelat-Therapie und der effektiven Verwendung von Zirkonoxidgeräten, einem hoch bio- und immunkompatiblen Material, geschult.
Das ultimative Ziel der Veranstaltung besteht darin, den Dialog zwischen Fachleuten anzuregen, um eine schnellere, sicherere und wirtschaftlichere Lösung für die Probleme von Allergikern zu finden. Bei Risikopatienten (Herzpatienten, ältere Menschen, Allergiker oder Patienten mit chronischen Erkrankungen) sollten Ärzte darüber nachdenken, Zirkonoxidgeräte als Alternative zu Metallen zu verschreiben, da diese sicherer sind und vom Gewebe gut angenommen werden.
Schließlich werden berufliche Möglichkeiten im medizinischen Bereich mit bemerkenswerter Entwicklung geschaffen, wie die jüngste Gründung mehrerer internationaler Keramikimplantologieunternehmen und die Gründung zahlreicher Unternehmen zur Herstellung vollkeramischer Implantatgeräte zeigen.


